So funktioniert eine CD-Recordable

Der Silberling

Der CD-R und DVD-R Rohling besteht zuvorderst aus einem transparenten Kunststoffträger. Auf der Oberfläche befindet sich eine vorgefertigte spiralförmige Rille – ähnlich einer Schallplatte. Aber anders als beim Vinyltonträger dient diese Rille dem Laser beim Schreiben und Lesen nur als Führungsrille. Das eigentliche Speichermedium ist eine veränderbare Schicht aus organischem Farbstoff. Der Farbstoff ist nebenbei Ursache für den wunderschönen blauen oder grünen Schimmer der Recordables. Unter dem organischen Material befindet sich eine weitere dünne Schicht aus Aluminium, Silber oder gar Gold. Sie dient der Lichtreflexion. Das Material verleiht der CD aber auch ihr charakteristisch metallisches Aussehen.

Die Aufnahme

Orange CD-R_200x300_WP

Recordables mit farbig bedruckter Oberfläche

Beim Beschreibungsvorgang werden entlang der Führungsrillen durch Hitzewirkung des Lasers kleine Gruben in das organische Substrat gebrannt. Diese ausgebrannten Gruben legen die darunterliegende Metallschicht frei. Hierdurch entstehen Punkte erhöhter und verringerter Reflexion. Die komplementären Eigenschaften „Grube ja-nein“ oder „hohe Reflexion ja-nein“ repräsentieren den digitalen Code:
Grube gebrannt = hohe Reflexion = Digital 1. Keine Grube gebrannt = niedrige Reflexion = Digital 0.

Die Wiedergabe

Beim Lesevorgang kommt ein weit schwächerer Laserstrahl zum Einsatz; so schwach, dass er die Beschaffenheit des Substrates, und somit die Dateninformation, nicht wieder verändern kann. Der Laser leuchtet entlang der Führungsrille die eingebrannten Gruben sowie deren Zwischenräume aus. Die Intensität des von der CD reflektierten Lichts wird von einem lichtempfindlichen Detektor im Lesegerät gemessen und als eine Abfolge von Punkten hoher oder geringer Reflexion erkannt. Das digitale Muster aus der Abfolge „hohe Reflexion: ja/nein“ entspricht also der digitalen Information die vorher über Hitzebehandlung auf die CD kodiert wurde.

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